Heide-Rose Hauser bei der Verleihung ihres Bundesverdienstkreuzes. | Foto: privat

Unsere Helden

Heide-Rose Hauser begann bereits mit 14 Jahren sich ehrenamtlich zu engagieren. Seitdem ist ihre Liste von Jahr zu Jahr länger geworden. Die 76-Jährige engagiert sich im Verein, in der Kommune und auch auf Verbandsebene in Land und Bund.

Was ist deine Lieblingssportart?

Definitiv die Gymnastik. Hier war ich früher selbst sportlich aktiv und habe mich von Beginn an auch für die Weiterentwicklung des Bereichs eingesetzt.

Was war deine erste ehrenamtliche Aufgabe im Verein?

So richtig ehrenamtlich engagiert habe ich mich zum ersten Mal, als ich eine Gymnastikgruppe gründete und anschließend 30 Jahre lang geleitet habe. 1969 habe ich dann als Gymnastikwartin im Turngau Zollern-Schalksburg meine erste ehrenamtliche Tätigkeit auf Verbandsebene übernommen. 1984 habe ich mit dem Ausbilden von Kampfrichtern begonnen und 87 die Einführung einer Kampfrichterprüfung erwirkt.

Was gehört aktuell zu deinen Aufgaben im Ehrenamt?

Als Fachgebietsvorsitzende Gymnastik/RSG muss ich schauen, dass der Laden läuft wie man so schön sagt. Ich kümmere mich um alles Überfachliche, um sportartübergreifende Angelegenheiten, besuche Sitzungen des Hauptausschusses und vieles mehr. Ich behalte den Überblick und organisiere viel, dass z.B. Meldefristen beim DTB nicht verpasst werden. Zudem bin ich Vorstand in meinem Verein und dort für Ältere zuständig.

Wie kam es dazu, dass du ein Ehrenamt übernommen hast?

Ich habe mich bei einem Landeskinderturnfest einmal richtig aufgeregt, weil der Wettkampf von einer meiner Gymnastinnen über sechs Stunden dauerte, obwohl die Übungen nur knapp über eine Minute lang sind. Dann habe ich mich beschwert, dass viel zu wenig Kampfrichter vor Ort seien und dass man das besser organisieren müsse. Daraufhin hieß es, ich soll mich im STB bei den Kampfrichtern in der Gymnastik engagieren, wenn ich denke, dass ich es besser kann und so bin ich da irgendwie reingerutscht und habe die Kampfrichterarbeit mit aufgebaut.

Von wem hast du am meisten für dein Ehrenamt gelernt?

Eigentlich immer vom jeweils Zuständigen. Und was mir noch sehr viel geholfen hat waren die Lehrgänge und Seminare vom STB, die ich häufig besucht habe. Von den Referenten lernt man viel und kann das meiste dann im eigenen Bereich umsetzen. Fortbildungen sind sehr wichtig, da man sich immer weiterentwickeln und weiterbilden muss.

Was war bisher der schönste Moment, den du in deinem Ehrenamt erleben durftest?

Als ich mein Bundesverdienstkreuz von Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmaier verliehen bekommen habe.

Was ist deine Stärke/Schwäche im Ehrenamt?

Meine Schwäche ist, dass ich selten nein sagen kann, wenn mich jemand um etwas bittet und immer das Bedürfnis habe helfen zu müssen. Meine Stärke ist, dass ich von mir selbst behaupte, dass ich nicht stehen bleibe, sondern immer versuche das Bestehende weiter zu verbessern.

Wie viel Zeit benötigst du ca. pro Woche, um dein Ehrenamt auszuüben?

Zu meinen Spitzenzeiten waren es schon fünf bis sechs Stunden pro Tag. Heutzutage sind es noch circa zwei bis drei Stunden, je nachdem was eben ansteht.

Was motiviert dich für dein Ehrenamt?

Wenn ich mit dem was ich mir überlegt habe und durchführe erfolgreich bin. Das motiviert mich dann mich noch mehr reinzuhängen und alles nochmal besser zu machen. Und natürlich auch die Unterstützung meines Mannes, ohne ihn wäre das alles nie tragbar gewesen.

Auf was möchtest du nicht verzichten?

Auf die Gymnastik, soziale Kontakte und ab und zu ein Gläschen Sekt.

Welchen Traum möchtest du dir noch erfüllen?

Nach dem Ende all meiner Ehrenämter möchte ich noch etwas reisen. Mein Mann und ich sind Fan von Städtereisen. Ich habe hier keine genaue Stadt vor Augen, Hauptsache sie ist mit dem Auto oder der Bahn erreich bar.

Was war bisher deine größte Herausforderung in deinem Ehrenamt?

Deutsche Turnfeste (IDTF) sind immer eine sehr große Herausforderung. Ich war lange zuständig für die Wettkampfplanung und Organisation von Gymnastikwettkämpfen. Bei IDTFs muss eine Woche voller Wettkämpfe geplant und durchgetaktet werden. Das stellt einen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Welche drei Charaktereigenschaften beschreiben dich am besten?

Ich würde sagen ich bin zuverlässig, kann andere Menschen gut motivieren und wenn ich etwas mache dann richtig und gut.

Ihr habt auch einen Helden im Verein? Dann schickt uns eine Mail an redaktion@stb.de!

 

 

 

 

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