Starker Heimauftritt: Lada Pusch setzte sich mit dem Ball im Finale durch. Foto: Höppner

„Gymnastik International“: Schmidener Gymnastinnen dominieren Finals

Bei der 30. Auflage von „Gymnastik International“ am Bundesstützpunkt des Schwäbischen Turnerbunds in Fellbach-Schmiden präsentierten sich die heimischen Gymnastinnen in starker Form: Alle Einzelfinals gingen an Starterinnen aus Schmiden.

 

Darja Varfolomeev glänzt bei ihrem Heimauftritt

Olympiasiegerin Darja Varfolomeev zeigte sich zum Jahresauftakt mit zwei neuen Küren – und überzeugte auf ganzer Linie.
Mit Reifen und Keulen trat die 19‑Jährige an und entschied beide Finals mit klaren Vorsprüngen für sich. Besonders ihre Keulenübung sorgte bereits am Vortag für Aufsehen und die höchste Wertung des Turniers. Auch ihre Teamkolleginnen waren in Topform: Lada Pusch setzte sich im Ballfinale durch. Viktoria Steinfeld sammelte im Bandfinale den nächsten Sieg für den STB-Stützpunkt. Damit blieben alle Einzeltitel des Wochenendes in Schmiden.

Mehrkampfsieg für Darya Viarenich

Die deutschen Gymnastinnen traten in diesem Jahr nicht im Mehrkampf an. In Vorbereitung auf die Heim‑Weltmeisterschaften im August in Frankfurt konzentriert sich die deutsche Spitze aktuell auf Trainingsinhalte und startet nur selektiv. Den Mehrkampftitel sicherte sich Darya Viarenich (AIN), vor Hélène Karbanov aus Frankreich und der Schweizerin Lauren Grüniger, die seit vielen Jahren in Fellbach-Schmiden trainiert.

Nationalgruppe mit starkem Auftritt – Start im Finale krankheitsbedingt verhindert

Die RSG-Gruppe Deutschland zeigte am Samstag überzeugende Darbietungen und gewann den Gruppen-Mehrkampf. Ein kurzfristiger krankheitsbedingter Ausfall machte jedoch einen Start in den Gerätefinals unmöglich. Auch die Teams aus Frankreich und Großbritannien waren von Erkrankungen betroffen.

Abseits der Wettkampffläche gab es noch zwei erwähnenswerte Ereignisse: Zum einen erhielt die RSG-Gruppe Deutschland die Carl-Schuhmann-Medaille. Diese ist eine Auszeichnung des DTB, die an erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler für herausragende Leistungen bei Weltmeisterschaften verliehen wird. Die Medaille erinnert an Carl Schuhmann (1869–1946), einen deutschen Turner und Olympiasieger, der als einer der erfolgreichsten Athleten der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahr 1896 gilt.

Erstmals wurde der Mia-Lietke-Gedenkpreis vergeben. Dieser wurde von der Familie, der im Jahr 2023 jung verstorbenen Gymnastin, gestiftet.

Sina Maier, Standortmanagerin des Bundestützpunkts, zeigte sich nach den beiden Wettkampftagen zufrieden: "Es hat alles funktioniert. Nicht immer wie geplant, aber so ist es ja immer bei Veranstaltungen. Wir hatten viele Zuschauer, vor allem am Sonntag war die Halle wirklich sehr voll und die Stimmung war super. Die deutschen Mädels wurden lauthals angefeuert. Diese Atmosphäre kam auch bei unseren Gästen super an."

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es hier.

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